blumlein records KNOwledge biTS
[KNOwledge biTS]
[Hauptmikrofonie]
XY- / Intensitäts-Stereofonie

Bei der um 1930 von Alan Dower Blumlein erfundenen Intensitäts- (nach Sengpiel genauer: Pegeldifferenz-) Stereofonie werden zwei Mikrofone koinzident ('am selben Ort') - d.h. in der Praxis vertikal übereinander - montiert und horizontal versetzt ausgerichtet. Sie registrieren keine Laufzeitunterschiede zwischen Schalleinfall von links oder rechts.
Das Stereopanaroma entsteht aufgrund von Unterschieden in dem Schalldruckpegel des auf beide Mikrofone auftreffenden Schalls.

Intensitäts-Stereofonie ermöglicht in der Regel eine ausgeprägtere Lokalisierung der Schallquellen als die Laufzeitstereofonie. Das Klangbild ist 'sauberer', aber weniger voluminös.

Dadurch, daß die Mikrofone (fast) an einem Ort lokalisiert sind, gibt es kaum Unterschiede in der Phasenlage des Signals. Es ist deshalb möglich, im Nachhinein die Breite des Stereopanoramas zu reduzieren, ohne daß es zu Klangverschlechterungen durch Kammfilter-Effekte kommt.

Siehe auch die Blumlein-Stereofonie als eine Sonderform der XY-Stereofonie.
© 2003-2006 by Andrew Levine